Du unterscheidest gelöst, gesättigt und ungelöst.
Löslichkeit ist begrenzt
Die Löslichkeit beschreibt, wie viel eines Stoffs sich unter bestimmten Bedingungen in einem Lösungsmittel lösen kann. Wird die Grenze erreicht, ist die Lösung gesättigt. Zusätzlich zugegebener Stoff kann als Bodenkörper zurückbleiben.
Nicht mit Geschwindigkeit verwechseln
Rühren und Zerkleinern beschleunigen häufig das Lösen, erhöhen aber nicht automatisch die Gleichgewichtslöslichkeit. Temperatur kann die Löslichkeit verändern; die Richtung hängt vom Stoff ab. Bei vielen Gasen sinkt die Löslichkeit in Wasser beim Erwärmen.
Zusammenhänge verstehen
Löslichkeit bezeichnet die maximale gelöste Menge unter festgelegten Bedingungen. Auflösungsgeschwindigkeit beschreibt dagegen, wie schnell dieser Zustand erreicht wird. Rühren kann das Auflösen beschleunigen, ohne die Gleichgewichtslöslichkeit allein dadurch zu erhöhen. Die Temperatur muss bei Löslichkeitsangaben genannt werden.
Bei einer Temperatur lösen sich höchstens 36 g Salz in 100 g Wasser. Was geschieht bei Zugabe von 45 g?
Vergleiche die zugegebene Masse mit der angegebenen Löslichkeitsgrenze.
36 g können in Lösung gehen; 45 − 36 = 9 g bleiben im Gleichgewicht ungelöst.
Die gesättigte Flüssigkeit enthält 36 g gelöstes Salz und 100 g Wasser, also 136 g Lösung.
Ergebnis: 9 g Salz bleiben ungelöst; die gesättigte Lösung hat 136 g Masse.
Typischen Fehler vermeiden
Die Angabe pro 100 g Wasser bezieht sich auf das Lösungsmittel, nicht auf 100 g fertige Lösung.
Prüfe dein Verständnis
Maximal 20 g lösen sich in der angegebenen Wassermenge. Es werden 27 g zugegeben. Wie viele g bleiben ungelöst?
Lösung und Begründung
7 g
27 − 20 = 7 g bleiben als Feststoff zurück.