Redoxreihe und Metallverdrängung

Du beurteilst mögliche Elektronenübertragungen zwischen Metallen und Metallionen.

Unedel und edel

Unedlere Metalle geben unter vergleichbaren Bedingungen leichter Elektronen ab als edlere Metalle. Eine Redoxreihe ordnet diese Tendenz. Ein unedleres Metall kann Ionen eines edleren Metalls reduzieren; die Bedingungen und mögliche Schutzschichten müssen berücksichtigt werden.

Teilgleichungen verknüpfen

Oxidations- und Reduktionsgleichung werden so multipliziert, dass dieselbe Elektronenzahl abgegeben und aufgenommen wird. Freie Elektronen erscheinen nicht in der zusammengefassten Gesamtgleichung.

Zusammenhänge verstehen

Eine Redoxreihe ordnet Reaktionspartner anhand ihrer Neigung zur Elektronenabgabe oder -aufnahme. Eine Vorhersage muss die angegebenen Bedingungen, Konzentrationen und mögliche Oberflächenschichten berücksichtigen. „Unedel“ ist eine chemische Einordnung und keine Aussage über den wirtschaftlichen Wert.

Ausgearbeitetes Beispiel

Warum kann Zink Kupfer aus einer geeigneten Cu²⁺-Lösung abscheiden?

  1. Zink gibt unter diesen Bedingungen leichter Elektronen ab als Kupfer.

  2. Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻ liefert die Elektronen; Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu nimmt sie auf.

  3. Die Summe lautet Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu; Ladung und Atomsorten bleiben erhalten.

Ergebnis: Zink wird oxidiert und Kupferionen werden zu metallischem Kupfer reduziert.

Typischen Fehler vermeiden

Die Farbe oder der Preis eines Metalls entscheidet nicht, ob es einen anderen Stoff reduzieren kann.

Prüfe dein Verständnis

Wie viele Elektronen gibt Zn bei der Bildung von Zn²⁺ ab?

Lösung und Begründung

2

Die Ladung steigt von 0 auf +2; zwei Elektronen werden abgegeben.

Lehrplanbezug

Diese Einheit behandelt einen Teil der jeweiligen Kompetenzen. Die passende Klasse findest du im Lernpfad.