Säure-Base-Titration

Du wertest die Stoffmengenbeziehung am Äquivalenzpunkt aus.

Unbekannte Konzentration bestimmen

Bei einer Titration reagiert eine Probe mit einer Maßlösung bekannter Konzentration. Das zugegebene Volumen wird gemessen. Am Äquivalenzpunkt stehen die Stoffmengen im Verhältnis der Reaktionsgleichung. Ein geeigneter Indikator oder eine Messung hilft, den Endpunkt zu erkennen.

Reaktionsverhältnis beachten

Bei HCl und NaOH ist das Verhältnis 1:1, sodass c(Säure)V(Säure) = c(Base)V(Base) gilt. Bei anderen Reaktionen muss der stöchiometrische Faktor berücksichtigt werden. Endpunkt und Äquivalenzpunkt sind nicht exakt dasselbe; die Methode besitzt Messunsicherheiten.

Zusammenhänge verstehen

Eine Titration bestimmt eine unbekannte Konzentration über eine bekannte Maßlösung und das passende Reaktionsverhältnis. Der Äquivalenzpunkt ist eine stöchiometrische Aussage; ein beobachteter Indikatorumschlag nähert ihn unter geeigneten Bedingungen an. Er liegt nicht bei jeder Säure-Base-Kombination genau bei pH 7.

Ausgearbeitetes Beispiel

25 mL HCl benötigen 15 mL NaOH mit c = 0,10 mol/L. Berechne c(HCl).

  1. Die Neutralisation folgt HCl : NaOH = 1 : 1.

  2. n(NaOH) = 0,10 mol/L × 0,015 L = 0,0015 mol; am Äquivalenzpunkt ist n(HCl) gleich groß.

  3. c(HCl) = 0,0015 mol / 0,025 L = 0,060 mol/L.

Ergebnis: Die Salzsäurekonzentration beträgt 0,060 mol/L.

Typischen Fehler vermeiden

Gleiche Stoffmengen sind nur bei einem Verhältnis 1 : 1 passend. Prüfe bei mehrprotonigen Säuren zuerst die Reaktionsgleichung.

Prüfe dein Verständnis

0,10 mol/L NaOH, V = 20 mL: Wie viele mol NaOH sind enthalten?

Lösung und Begründung

0.002 mol

20 mL = 0,020 L; n = 0,10 × 0,020 = 0,002 mol.

Lehrplanbezug

Diese Einheit behandelt einen Teil der jeweiligen Kompetenzen. Die passende Klasse findest du im Lernpfad.