Molekülgeometrie und EPA-Modell

Du unterscheidest lineare, gewinkelte, pyramidale und tetraedrische Moleküle.

Elektronenbereiche stoßen sich ab

Das Elektronenpaarabstoßungsmodell (EPA) ordnet Elektronenbereiche am Zentralatom mit möglichst großem Abstand an. Eine Mehrfachbindung wird bei der einfachen Geometriebestimmung als ein Bereich betrachtet. Freie Paare beeinflussen die räumliche Form.

Elektronenanordnung und Molekülform

Vier Bereiche können tetraedrisch angeordnet sein. CH₄ ist tetraedrisch, NH₃ trigonal-pyramidal und H₂O gewinkelt, weil zusätzlich freie Paare vorhanden sind. CO₂ hat zwei Bindungsbereiche am Kohlenstoff und ist linear.

Zusammenhänge verstehen

Das EPA-Modell betrachtet Abstoßungen zwischen Elektronenbereichen. Zunächst wird ihre Anordnung bestimmt, anschließend die Form anhand der tatsächlich gebundenen Atome beschrieben. Doppel- und Dreifachbindungen zählen bei der Anzahl als jeweils ein Bereich, auch wenn sie mehrere Elektronenpaare enthalten.

Ausgearbeitetes Beispiel

Warum ist H₂O gewinkelt, CO₂ aber linear?

  1. Zähle Elektronenbereiche am Zentralatom: H₂O besitzt vier, einschließlich zweier freier Paare.

  2. Bei H₂O bleiben zwei Bindungsrichtungen zu H-Atomen; die Molekülform ist gewinkelt.

  3. CO₂ besitzt zwei Bindungsbereiche am C-Atom. Jede Doppelbindung zählt als ein Bereich, sodass sich eine lineare Anordnung ergibt.

Ergebnis: H₂O ist gewinkelt; CO₂ ist linear.

Typischen Fehler vermeiden

Elektronenbereichsanordnung und Molekülform sind nicht immer gleich. Freie Paare beeinflussen die Form, werden aber nicht als zusätzliche Atome gezeichnet.

Prüfe dein Verständnis

Wie heißt die Molekülform von CO₂ im EPA-Modell?

Lösung und Begründung

linear

Zwei Elektronenbereiche am Kohlenstoff stehen einander gegenüber.

Lehrplanbezug

Diese Einheit behandelt einen Teil der jeweiligen Kompetenzen. Die passende Klasse findest du im Lernpfad.